Infos vom Bürgermeister
Die aktuelle Diskussion und das Engagement der Eltern um die Zukunft der Kindertagesstätte St. Elisabeth bewegen viele Familien in unserer Ortsgemeinde. Als Ortsbürgermeister und zuständiger Beigeordneter ist es uns ein großes Anliegen, den geäußerten Sorgen mit Transparenz, Sachlichkeit und klaren Fakten zu begegnen.
Zunächst möchten wir betonen: In allen drei Kindertagesstätten in Lingenfeld leisten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hervorragende pädagogische Arbeit. Dieses hohe Engagement für unsere Kinder schätzen wir außerordentlich und es steht zu keinem Zeitpunkt zur Disposition.
Um bestehende Unsicherheiten auszuräumen, stellen wir folgende Punkte im Namen der Ortsgemeinde klar:
- Es gibt keinen Schließungsbeschluss: Die Behauptung, die Ortsgemeinde beabsichtige eine Schließung der Kita St. Elisabeth, ist falsch. Die Kita könnte nur von der Kirchengemeinde geschlossen werden. Nach unseren Informationen ist dies nicht geplant. Die Ortsgemeinde kann nur über die Sanierung entscheiden. Eine Beendigung der Sanierung wurde vom Ortsgemeinderat zu keinem Zeitpunkt geplant oder beschlossen.
- Der aktuelle Beschluss steht: Der einzig gültige Beschluss des Ortsgemeinderates sieht unverändert die Sanierung und Erweiterung des aktuellen Gebäudes der Kita St. Elisabeth vor.
- Rechtliche Zuständigkeit liegt nicht bei der Gemeinde: Eine Schließung der Einrichtung könnte der Ortsgemeinderat rechtlich überhaupt nicht beschließen. Die Entscheidung über den Betrieb oder eine Schließung obliegt allein dem Betriebsträger (der katholischen Kirchengemeinde) und nicht der Ortsgemeinde, die lediglich die Rolle des Gebäudeträgers innehat.
Verantwortungsvolle Zukunftsplanung
Gleichzeitig gehört es zu den Kernaufgaben einer verantwortungsvollen Kommunalpolitik, die demografische Entwicklung im Blick zu behalten. Angesichts der prognostizierten sinkenden Kinderzahlen in den kommenden Jahren halten wir es für selbstverständlich und politisch geboten, sich frühzeitig Gedanken über die langfristige Ausrichtung der gesamten Lingenfelder Kita-Landschaft zu machen.
Um den veränderten Rahmenbedingungen gerecht zu werden und gleichzeitig das geschätzte, familiäre Profil der Kita St. Elisabeth dauerhaft zu sichern, werden wir in den politischen Gremien folgenden Ansatz vorschlagen und offen diskutieren:
Vorschlag zur Prüfung und Diskussion: Wir werden den Gremien vorschlagen, eine sogenannte „kleinere Lösung“ für die Sanierung der Kita St. Elisabeth baulich und konzeptionell prüfen zu lassen. Ziel ist es, eine Sanierung für eine überschaubare Kapazität von ca. 30 bis 40 Kindern zu bewerten.
Mit diesem Ansatz könnten die Vorgaben des Kita-Gesetzes erfüllt, das bewährte Konzept der Einrichtung erhalten und gleichzeitig eine wirtschaftlich wie demografisch solide Lösung für die Gemeinde erzielt werden.
Gemeinsamer Dialog
Die anstehenden Gespräche hierzu sind bereits geplant. Wie mit der Vertretung des Elternausschusses bereits vereinbart, wird die Elternvertretung in alle weiteren Prozesse und die gemeinsamen Termine mit dem Betriebsträger sowie dem Kreisjugendamt Germersheim transparent eingebunden. Unser gemeinsames Ziel bleibt eine zukunftsfähige, verlässliche und vielfältige Betreuungslandschaft für alle Familien in Lingenfeld.
Markus Kropfreiter, Ortsbürgermeister
Tobias Loibnegger, 3. Ortsbeigeordneter





